Hans-Jürgen Krahl, die revolutionäre Theorie und wir

Von ,
03. September 2022

Anders als der zur 68er-Ikone avancierte Rudi Dutschke ist Hans-Jürgen Krahl selbst in radikalen Kreisen eher ein Unbekannter geblieben. Bereits 1970 mit 27 Jahren bei einem Autounfall verunglückt, konnte er sein ambitioniertes Programm für eine Erneuerung revolutionärer Theorie nur entwerfen. Ein kürzlich erschienener Sammelband beschäftigt sich mit diesem bruchstückhaften Erbe.

Weiter lesen

Vom Stadtteil zur revolutionären Organisierung?

Von ,
12. Juni 2022

Seit einigen Jahren gibt es innerhalb der radikalen Linken nicht nur eine erneute Debatte um eine revolutionäre Basisarbeit in den Stadtteilen, sondern eine Handvoll Gruppen haben diese inzwischen auch begonnen. Doch ist dies der richtige Ansatz, um den kapitalistischen Zumutungen Widerstand entgegenzusetzen?

Weiter lesen

Sich selbst unregierbar machen, um zu regieren

Von ,
18. September 2021

Auf die ausgebliebene Revolution von 1968 folgte eine schier endlose Konterrevolution, die unsere ebenso endlose Gegenwart schuf. In seiner Studie "Die unregierbare Gesellschaft" untersucht der französische Philosoph Grégoire Chamayou die erste Phase dieser kapitalistischen Restauration in den 1970er Jahren. Er eröffnet damit nicht nur einen neuen Blick auf den Beginn unserer Epoche, es lassen sich mithilfe der Studie auch die politischen Logiken besser nachvollziehen, die hinter der Verwaltung der Coronakrise stehen.

Weiter lesen

The Proof of the Riot-Pudding...

Von ,
21. August 2021

Mit seiner kürzlich auf Deutsch erschienenen Theorie des Riots versucht Joshua Clover die proletarischen Kämpfe der Gegenwart vor dem Hintergrund der krisenhaften Transformationen des Kapitals zu interpretieren. Gerade wenn man das Anliegen teilt, eine historisch-materialistische Theorie zu entwickeln, die den Kämpfen orientierend zur Seite steht, muss man sich von Clovers historischem Schema, das seiner Theorie zugrunde liegt, verabschieden.

Weiter lesen

Idealistischer Unfug: Eske Bockelmann zum Geld

Von ,
21. August 2021

Die „Modern Monetary Theory“ (MMT) verkündet, dass Staaten sich problemlos grenzenlos verschulden können, solange sie das in eigener Währung tun. Der nachfolgend kritisierte Bockelmann betont, dass das Geld als „reines Tauschmittel“ selbst ein Nichts sei und durch nichts gedeckt sei und sein müsse. Da ist materialistische Kritik gefragt.

Weiter lesen
Archiv abonnieren