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Ungenau und Dogmatisch

Von ,
20. November 2021

Das sozialrevolutionäre Milieu stehe strategisch planlos da, weil es falschen Annahmen über Spontaneität und Organisation aufsitze, hieß es kürzlich in dem Beitrag »Was tun in Zeiten der Schwäche?« auf diesem Blog; an der Form der Partei komme man nicht vorbei, wenn man die Bildung des Proletariats zur politisch selbstständigen Klasse fördern will. Diesen Überlegungen widerspricht der folgende Debattenbeitrag.

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Urbanismus, Spektakel und Besetzungen

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13. November 2021

Sind besetzte Häuser mehr als subkulturelle Rückzugsorte für einen selbstreferenziellen Aktivismus? Anlässlich des siebzehnten Geburtstages eines der bekanntesten besetzten Häuser Griechenlands untersucht die Gruppe Antithesi (Athen) das Werk von Guy Debord, der ausgehend von seinem Begriff des Spektakels eine Kritik am Urbanismus, der Atomisierung der Menschen in den urbanen Zentren und an den Klassenverhältnissen entwickelte. Hausbesetzungen sind demnach eine praktische Kritik am Urbanismus, Versuche, sich Raum und Zeit wieder anzueignen.

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Arbeitskonflikt: Mit der Öffentlichkeit die Angst kompensieren

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23. Oktober 2021

Im kleinen Städtchen Solothurn wehrten sich im Sommer Angestellte eines Reinigungsunternehmens erfolgreich gegen miese Arbeitsbedingungen. Beteiligt waren die FAU und IWW. Wir haben mit Marc Berger von den Wobblies über den Kampf gesprochen: was sich aus der Basisarbeit lernen lässt und welche Schlüsse man aus dem Kampf ziehen kann.

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Was tun in Zeiten der Schwäche?

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16. Oktober 2021

Im sozialrevolutionären Milieu dominiert die Auffassung, dass eine Revolution einzig aus spontanen Kämpfen resultieren könne. Allerdings wären die Massenbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts ohne die Vorarbeit der sozialdemokratischen Bewegung nicht möglich gewesen. Nur durch Organisationen können die Proletarisierten als Klasse handeln. Die Bildung zu einer politisch selbstständigen Klasse ist mit der Partei als politischer Form verbunden. Ein Debattenauftakt.

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Sich selbst unregierbar machen, um zu regieren

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18. September 2021

Auf die ausgebliebene Revolution von 1968 folgte eine schier endlose Konterrevolution, die unsere ebenso endlose Gegenwart schuf. In seiner Studie "Die unregierbare Gesellschaft" untersucht der französische Philosoph Grégoire Chamayou die erste Phase dieser kapitalistischen Restauration in den 1970er Jahren. Er eröffnet damit nicht nur einen neuen Blick auf den Beginn unserer Epoche, es lassen sich mithilfe der Studie auch die politischen Logiken besser nachvollziehen, die hinter der Verwaltung der Coronakrise stehen.

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Den Möglichkeitssinn schärfen

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11. September 2021

An den landeseigenen Krankenhäusern in Berlin wird gestreikt. Dabei geht es um mehr als tarifvertragliche Forderungen. Ein Kommentar zum polit-ökonomischen Kontext und zum Potenzial der Kämpfe über immanente Flickschusterei an einem Gesundheitssystem in einer kapitalkranken Gesellschaft hinauszugehen.

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Welcome to Europe

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08. September 2021

Heute jährt sich der Brand im Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos zum ersten Mal. In der Nacht vom 08.09 auf den 09.09.2020 brannte das Lager vollständig nieder. Über die Hälfte der ehemaligen Bewohner:innen des Lagers musste in ein neues provisorisches Zeltlager auf einem ehemaligen Schießübungsplatz des griechischen Militärs an der Küste von Lesbos umziehen. Anfang diesen Jahres sprachen wir mit Paul, einem deutschen Arzt, der im Jahr 2020 zweimal auf Lesbos war, um Geflüchtete medizinisch zu versorgen.

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