Direkt zum Inhalt

Sich selbst unregierbar machen, um zu regieren

Von ,
18. September 2021

Auf die ausgebliebene Revolution von 1968 folgte eine schier endlose Konterrevolution, die unsere ebenso endlose Gegenwart schuf. In seiner Studie "Die unregierbare Gesellschaft" untersucht der französische Philosoph Grégoire Chamayou die erste Phase dieser kapitalistischen Restauration in den 1970er Jahren. Er eröffnet damit nicht nur einen neuen Blick auf den Beginn unserer Epoche, es lassen sich mithilfe der Studie auch die politischen Logiken besser nachvollziehen, die hinter der Verwaltung der Coronakrise stehen.

Weiter lesen

Den Möglichkeitssinn schärfen

Von ,
11. September 2021

An den landeseigenen Krankenhäusern in Berlin wird gestreikt. Dabei geht es um mehr als tarifvertragliche Forderungen. Ein Kommentar zum polit-ökonomischen Kontext und zum Potenzial der Kämpfe über immanente Flickschusterei an einem Gesundheitssystem in einer kapitalkranken Gesellschaft hinauszugehen.

Weiter lesen

Welcome to Europe

Von ,
08. September 2021

Heute jährt sich der Brand im Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos zum ersten Mal. In der Nacht vom 08.09 auf den 09.09.2020 brannte das Lager vollständig nieder. Über die Hälfte der ehemaligen Bewohner:innen des Lagers musste in ein neues provisorisches Zeltlager auf einem ehemaligen Schießübungsplatz des griechischen Militärs an der Küste von Lesbos umziehen. Anfang diesen Jahres sprachen wir mit Paul, einem deutschen Arzt, der im Jahr 2020 zweimal auf Lesbos war, um Geflüchtete medizinisch zu versorgen.

Weiter lesen

Keine Anzeichen für Meuterei

Von ,
28. August 2021

Erfahrungsbericht eines Berliner Physiotherapeuten über den ganz normalen Wahnsinn im Gesundheitssektor. Es geht um unversorgte Kranke, überlastete Gesundheitsarbeiter, die vorenthaltene Extraportion Rum und die verpassten Chancen, gegen diese Zustände zu rebellieren.

Weiter lesen

The Proof of the Riot-Pudding...

Von ,
21. August 2021

Mit seiner kürzlich auf Deutsch erschienenen Theorie des Riots versucht Joshua Clover die proletarischen Kämpfe der Gegenwart vor dem Hintergrund der krisenhaften Transformationen des Kapitals zu interpretieren. Gerade wenn man das Anliegen teilt, eine historisch-materialistische Theorie zu entwickeln, die den Kämpfen orientierend zur Seite steht, muss man sich von Clovers historischem Schema, das seiner Theorie zugrunde liegt, verabschieden.

Weiter lesen

Dear Reader

Von ,
21. August 2021

Wir sind uns der Schwäche des antiautoritär-kommunistischen Projekts bewusst, finden uns aber nicht mit dessen Ende ab. So fern sie uns gegenwärtig auch erscheinen mag, die Weltcommune ist nach wie vor die einzig realistische Option, das Fortbestehen der menschlichen Gattung und das größtmögliche Glück für die Mehrzahl der Menschen überhaupt in den Bereich des Möglichen zu rücken. Wir laden alle ein, sich mit uns auf dieser Plattform darüber zu verständigen und dafür zu streiten.

Weiter lesen