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„Vorurteile als Erkenntnisbarriere“ - Ansatzpunkte und Defizite der Marx’schen Rassismuskritik

„Vorurteile als Erkenntnisbarriere“ - Ansatzpunkte und Defizite der Marx’schen Rassismuskritik

07. Mai 2026

Marx und Engels intim“ – unter diesem Titel wurden vor einigen Jahren von Harry Rowohlt und Gregor Gysi vorgelesene unzensierte“ Briefe von Marx und Engels veröffentlicht, was damals dem deutlich hörbar werdenden Rassismus der beiden eine breitere Aufmerksamkeit verschaffte. Dass die Diskussion ihres Verhältnisses zum Rassismus zu mehr taugt als einem Kalauer, zeigen Wulf D. Hund, Lukas Egger und Felix Lösing in ihrem Buch „Marx, Engels und der Rassismus ihrer Zeit“, das kürzlich im mandelbaum Verlag erschienen ist. Es ist laut Kolja Lindner ein „Meilenstein [...], an dem sich zukünftige Beiträge zur Debatte über Marx und Rassismus (sowie Eurozentrismus, Sklaverei und Kolonialismus) messen lassen müssen“. Jenseits orthodox-marxistischer Apologetik und unreflektierter Denunziation, wie sie in manchen postmodernen Zugängen zu finden ist, setzen sich die Autoren aus einer an Marx orientierten Perspektive ohne ideologische Verzerrungen mit dem Thema auseinander. Da wir glauben, dass das Buch nicht nur für die akademische Debatte interessant ist, sondern auch uns Sozialrevolutionären einiges zu sagen hat, sprachen wir mit Lukas Egger.

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communaut: Wie kam es, dass ihr gerade jetzt dieses Buch geschrieben habt?

Lukas Egger: Der Entstehungskontext des Buches war eine Anfrage des Dietz-Verlags an Wulf D. Hund, eine Sammlung von Marx’ Texten zum Thema Rassismus zu erstellen, als Teil der Reihe „Marx als…“. Der erste Band („Marx als Demokrat“, eingeleitet von Alex Demirović) ist bereits erschienen. Wulf holte mich und Felix Lösing dazu, da wir schon länger gemeinsam einen Online-Diskussionszirkel zu marxistischer Rassismusanalyse hatten.

Fragwürdig war für uns aber schon der Titel: „Marx als Antirassist“ erschien uns zu schönfärberisch. Deshalb wollten wir eine ausführliche, kritische Einleitung schreiben, die die komplexen und teils problematischen Positionen von Marx und Engels sichtbar macht. Bald wurde jedoch klar, dass dies den Rahmen sprengen würde, weshalb ein eigenes Buch entstand: „Marx, Engels und der Rassismus ihrer Zeit“. Erst nachdem wir dort die Blindstellen und Fehleinschätzungen aufgearbeitet hatten, wurde der Weg für das ursprüngliche Projekt frei. Der entsprechende Band soll noch dieses Jahr unter dem Titel „Marx als Antirassist“ erscheinen – ohne das kritische Buch im Vorhinein war so ein Titel für uns nicht machbar.

Könntest du die Kernaussagen eures Buchs kurz zusammenfassen?

Kurz wird schwierig. Das liegt schon daran, dass wir versucht haben, das Thema sehr umfassend anzugehen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Studien haben wir uns nicht auf Eurozentrismus, Orientalismus, Kolonialismus oder Antisemitismus beschränkt, sondern sämtliche Formen von Rassismus berücksichtigt, die im Werk von Marx und Engels in der ein oder anderen Form Spuren hinterlassen haben. Dazu haben wir sowohl veröffentlichte wissenschaftliche, politische und journalistische Texte als auch Briefe, Exzerpthefte und Manuskripte herangezogen und gleichzeitig versucht, diese in ihren historischen Kontext einzubetten.

Unsere Ergebnisse tragen wir in sechs Kapiteln vor. Wir gehen von der Anthropologie und Geschichtsphilosophie der Aufklärung aus und diskutieren die Frage, ob und wie sich deren rassistisch durchdrungene Fortschrittskonzeption bei Marx und Engels niedergeschlagen hat. Danach zeigen wir am Beispiel ihrer Schriften zu Indien, China und Russland, wie orientalistische Vorstellungen und Vorurteile ihre Sicht auf diese Regionen prägten und wie das mit dem Stufenmodell von Produktionsweisen zusammenhängt. Anschließend diskutieren wir ihr Verhältnis zur Rassentheorie, ihre Versäumnisse in Hinsicht auf den Antisemitismus sowie ihren ambivalenten Umgang mit der Problematik der Sklaverei. Im Schlusskapitel gehen wir auf die Rolle von Rassismus in Klassenkämpfen ein, die Marx und Engels selbst untersucht und kommentiert haben: die in den USA, die in Frankreich und die in Großbritannien und Irland. Dabei zeigen wir, dass sich dort am deutlichsten Ansatzpunkte für eine materialistische Rassismuskritik finden lassen, aber auch, dass diese Ansätze von den beiden selbst nicht theoretisch entwickelt wurden.

Alles in allem kommen wir zu dem ambivalenten Ergebnis, dass Marx und Engels zwar unzweifelhafte Feinde des Kolonialismus, des politischen Antisemitismus und der Sklaverei waren und die diesen Verhältnissen zugrundeliegenden Rassismen in ihrer integrativen Wirkung auf die Arbeiterklassen in Europa durchaus zur Kenntnis genommen und gelegentlich sogar einer Kritik unterzogen haben. Theoretische Anstrengungen haben sie dem allerdings nie gewidmet. Gleichzeitig artikulierten beide immer wieder diverse rassistische Vorurteile. Das waren nicht einfach unbedeutende Ausrutscher, sondern hatte einen theoretischen Effekt, indem diese Vorurteile als Erkenntnishindernisse gewirkt und ihnen immer wieder den Blick verstellt haben.

Gebt ihr als Marxisten mit euren Thesen nicht vielleicht dem politischen Gegner neue Argumente in die Hand? Was ist die politische Motivation hinter dem Buch?

Ja, das ist kaum zu verhindern. In Wien gab es vor nicht allzu langer Zeit eine rechte Petition, die sich Black Lives Matter zum Anlass genommen hat, um eine Umbenennung des Karl Marx Hofs, des größten kommunalen Wohnbaus der Stadt, zu fordern. Als Argument dabei diente, dass Marx ein übler Rassist gewesen sei. Zur Begründung haben die Autor:innen der Petition sogar auf einen früheren Artikel von Wulf D. Hund Bezug genommen. Solchen Unternehmungen gibt man mit Publikationen wie der unseren natürlich Munition an die Hand. Daran zeigt sich aber zugleich, dass das Verhältnis von Marx und Rassismus tatsächlich ein Thema ist, an dem der Marxismus von seinen konservativen (als auch von manchen seiner antirassistischen und postmodernen) Gegner:innen durchaus wirksam angegriffen werden kann. Das funktioniert deshalb, weil tatsächlich ein Problem vorliegt. Marxist:innen reagieren darauf allerdings gerne mit einer selbstsicheren Fundamentalverteidigung von Marx. So eine Herangehensweise ist aber nicht nur wissenschaftlich fragwürdig, sondern auch politisch fatal, weil gravierende Versäumnisse der eigenen Tradition unter den Tisch gekehrt werden. Trotzki hat das einmal so ausgedruckt, dass „Sympathien, die sich auf Legenden und Fiktionen gründen, […] schwankend“ sind. „Wer für seine Sympathien Illusionen braucht, ist unzuverlässig.“ Daran anschließend sollte man auch in Hinblick auf Marx und Engels und den Rassismus keine Märchen erzählen, nur weil man denkt, damit antirassistische Sympathiepunkte für das eigene politische Projekt sammeln zu können.

Was sind das für Probleme, die bei Marx und Engels vorliegen? Und welche Auswirkungen hatten sie?

Marx und Engels verwiesen an den wenigen Stellen, an denen sie sich (freilich ohne den Begriff zu verwenden) mit Rassismus beschäftigten, diesen gerne auf eine zurückliegende gesellschaftliche Entwicklungsstufe, die mit der Durchsetzung des Kapitalismus verschwinden würde. Beim späten Engels firmiert der Antisemitismus als „Merkzeichen einer zurückgebliebenen Kultur“, der nur dort aufzufinden sei, wo „noch nicht genug Kapital“ existiere (MEW 22: 49). Marx äußerte sich auf ähnliche Weise in einem Brief zu den Rassetheorien von Joseph Arthur de Gobineau. Dessen Hass „gegen die ‚race noire‘“ sei Ausdruck der Genugtuung, die der absteigende Adel empfinde, wenn er andere Menschengruppen verachten kann (MEW 32: 655f.). Damit hat Marx zwar einen zentralen Mechanismus des Rassismus benannt, diesen aber zugleich auf eine untergehende Klasse ausgelagert. Auch die vom Hass auf Schwarze beseelten „mean whites“ in den amerikanischen Südstaaten werden von Engels als „aussterben[de] … Race“ bezeichnet (MEW 31: 128). Gerade zu dem Zeitpunkt, als Kolonialrassismus und Antisemitismus immer stärkeren Einfluss auf die Arbeiterklassen im Westen ausübten, erklärten Marx und Engels sie zum Ausdruck untergehender Verhältnisse. Die Attraktivität des Rassismus für das Proletariat wurde auf diesem Weg heruntergespielt, er wurde weder politisch noch theoretisch ernst genug genommen. Dasselbe lässt sich über den späteren orthodoxen Marxismus sagen. Kautsky beispielsweise hat den Antisemitismus als „Produkt des Verzweiflungskampfes niedergehender Volksschichten“ beschrieben. Diese falschen Auffassungen sind der Arbeiter:innenbewegung in politischen Auseinandersetzungen regelmäßig um die Ohren geflogen.

Aber gibt es nicht zugleich bei Marx viele wichtige Ansatzpunkte für eine Rassismuskritik? Schließlich hat er das Verhältnis von englischen und irischen Arbeitern mit dem Rassismus in den USA verglichen und hat geschrieben, dass sich die Arbeiterklasse nirgendwo emanzipieren kann, wo die „Arbeit in schwarzer Haut gebrandmarkt“ wird.

Ja, diese Zitate sind tatsächlich Ansatzpunkte. Allerdings auch nicht viel mehr, da sie mit rassistischen Vorurteilen durchzogen sind, isoliert blieben und nie zu einer ernsthaften theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema führten. Die Ausführungen zum englischen Arbeiter, der den irischen Proletarier als Konkurrenten hasse und sich damit zum „Werkzeug seiner Aristokraten und Kapitalisten gegen Irland“ mache (MEW 32: 668), sind da ein gutes Beispiel.

In der offiziellen Formulierung dieses Arguments in Marx‘ „Konfidentieller Mitteilung“ an die deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei vom März 1870 steht zu Beginn, dass „[d]as revolutionäre Feuer des keltischen Arbeiters … sich nicht mit der soliden, aber langsamen Natur des angelsächsischen Arbeiters“ vereinige (MEW 16: 388). In der Lage der arbeitenden Klasse hat Engels noch mit Wohlwollen auf „die Mischung des leichteren, erregbaren, heißen irischen Temperaments mit dem ruhigen, ausdauernden, verständigen englischen“ geblickt (MEW 2: 351). Marx war Jahrzehnte später, angesichts seiner Erfahrungen mit der britischen Arbeiterbewegung, weniger optimistisch. Beide Aussagen zeigen aber, dass Marx und Engels „Rassenunterschiede“ für einen realen und sozial wirkmächtigen Teil der „ursprüngliche[n], naturwüchsige[n] Organisation der Menschen“ (MEW 3: 21) hielten.

Außerdem zeigen sich dabei die negativen Konsequenzen ihres Fortschrittsmodells. Die „poor whites“ und die „schwarzen Sklaven“ (MEW 16: 388) wurden von Marx und Engels mehrfach mit Plebejer:innen und Sklav:innen im alten Rom verglichen. Dabei firmierten die Plebejer:innen bei Engels als „Lumpenproletarier“ und „Parasiten“ (MEW 21: 497) sowie zusammen mit den Sklav:innen als „zur Selbstbefreiung […] untüchtige Klassen“ (ebd.: 339). Diese Sichtweise übertrugen er und Marx, der von „weißen Plebejern“ sprach (MEW 15: 311), auf die Klassen im US-Süden. Marx erklärte die dortigen schwarzen Sklav:innen nur deshalb für „emanzipationsfähig“, weil sie im Gegensatz zu den „frisch importierten barbarians“ in Jamaika „mehr oder minder yankisiert, Englisch sprechend etc.“ seien (MEW 28: 266).

Im Adjektiv ‚emanzipationsfähig‘ steckt zudem drin, dass Marx – trotz seiner intensiven Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Bürgerkrieg und seiner unzweifelhaften Parteinahme für den Abolitionismus – die Sklav:innen selbst kaum als aktive Subjekte ihrer Befreiung gesehen hat. Das zeigt sich gerade an einer Lieblingsstelle marxistischer Antirassist:innen: Und zwar wenn Marx kurz vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs davon spricht, dass „das Größte, was jetzt in der Welt vorgeht“, unter anderem die durch John Browns Angriff auf Harpers Ferry „eröffnet[e]“ Sklavenbewegung sei (MEW 30: 6). Die vielen von Schwarzen angeführten Aufstände in den Sklavenstaaten des US-Südens wie auch die große haitianische Revolution spielen bei Marx keine Rolle. Gleichzeitig wird der weiße Abolitionist Brown zum Initiator der amerikanischen Sklavenbewegung erklärt, während seine schwarzen Mitstreiter:innen genauso wenig Erwähnung finden wie die Tatsache, dass Frederick Douglass versuchte ihn von seinem Vorhaben abzuhalten. Dazu passend ist es im Kapital „die Arbeit in weißer Haut“, die sich nicht „emanzipieren“ kann, „wo sie in schwarzer Haut gebrandmarkt“ wird (MEW 23: 318; Herv. L. E.).

Marx und Engels waren keine Rassisten, aber sie hatten Elemente aus den Arsenalen des Rassedenkens und des kulturalistischen Rassismus verinnerlicht, was sie immer wieder davon abhielt, die Ansätze, die sie entwickelten, zu einer tatsächlichen Rassismustheorie zu verdichten. Die genannten Stellen belegen diese Einordnung eher als sie zu entkräften, auch wenn sich in diesen ohne Zweifel partielle Einsichten und Ansatzpunkte finden lassen.

Aber sind Marx und Engels in dieser Hinsicht nicht einfach Kinder ihrer Zeit? Rassedenken war zu ihrer Zeit völlig normalisiert. Tut man ihnen nicht Unrecht an, wenn man antirassistische Normen der Gegenwart an sie heranträgt?

Ja, Marx und Engels saßen, was das Thema Rassismus angeht, oft einfach den gleichen Vorurteilen auf wie weite Teile der europäischen Intelligenz damals. Allerdings ist es seltsam, wenn Marxist:innen diese Tatsache als Rechtfertigung anführen. Ansonsten wird den beiden ja durchaus zurecht zugutegehalten, wissenschaftliche Revolutionen und epistemologische Brüche eingeleitet, den Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft geführt, Hegels Dialektik umgestülpt und neuerdings auch noch avant la lettre eine Erklärung für den Klimawandel geliefert zu haben. Wenn man sie zu solchen Denkriesen erklärt, ist es doch seltsam, dass sie beim Thema Rassismus plötzlich als Zwerge dastehen, die völlig hilflos dem Zeitgeist ausgeliefert sind.

Außerdem werfen wir Marx und Engels an keiner Stelle unseres Buches vor, hinter unserem heutigen Wissensstand zurückgeblieben zu sein. Wenn wir bei Marx und Engels bestimmte Fehleinschätzungen oder Auslassung identifizieren, dann anhand von zeitgenössischen Quellen, die sie kannten oder die sie zumindest hätten kennen können. Ein Beispiel etwa wäre François Bernier, dessen Reisebericht aus Indien von 1670 Marx und Engels sehr schätzten und dessen Auffassung, im Orient gäbe es kein privates Grundeigentum, sie für einen großen Wurf hielten, woraus sie wiederum das Modell der asiatischen Produktionsweise konstruierten. Dabei war Berniers These schon zu Marx‘ und Engels‘ Lebzeiten längst öffentlich in Zweifel gezogen. Verschiedene Verwalter der British East India Company haben dazu historische Untersuchungen veröffentlicht, es wurde öffentlichkeitswirksam darüber auf deren Eigentümerversammlungen gestritten und in der britischen Presse berichtet, die Marx und Engels natürlich verfolgten. Diese Informationen wären ihnen also unschwer zugänglich gewesen.

In eurem Buch formuliert ihr einige Kritiken, die auch von postkolonialen Theorien immer wieder artikuliert wurden: Geschichtsteleologie, Eurozentrismus, Kritik am Konzept der asiatischen Produktionsweise usw. usf. Haltet ihr den Postkolonialismus für eine brauchbare theoretische Alternative zu Marx, gerade vor dem Hintergrund eurer Kritik?

Nein, das tun wir nicht. Wir verstehen Rassismus als soziales Verhältnis, das Klassengesellschaften entspringt und stabilisierend auf sie zurückwirkt, indem es klassenübergreifenden Zusammenhalt auf Basis der Entmenschlichung einer Außengruppe ermöglicht. Ohne theoretische Grundierung in einer historisch-materialistischen Gesellschaftskritik lässt er sich kaum adäquat analysieren und nur schwer politisch bekämpfen. Das gilt schon allein deshalb, weil – wie wir am Ende unseres Buches betonen – „die Subjekte antirassistischer Kämpfe selbst klassenmäßig gespalten sind“. Postkoloniale und verwandte Ansätze ebnen diese Klassendifferenzen oft ein oder argumentieren sogar, dass es überhaupt eurozentrisch sei, Gesellschaften außerhalb Europas auf Basis marxistischer Kategorien zu analysieren. Obendrein verengen sie zumeist den Zuständigkeitsbereich von Rassismusanalyse auf den europäischen Kolonialismus und damit zusammenhängend auf „whiteness“, womit vormoderne, innereuropäische und außereuropäische Formen von Rassismus aus dem Blick geraten. Die letztgenannten Defizite teilen die postkolonialen Studien allerdings auch mit den meisten marxistisch orientierten Rassismustheorien. Daran zeigt sich, dass der historische Materialismus kein perfektes Forschungsparadigma und in Hinsicht auf die Rassismusanalyse noch work in progress ist. Eine an Karl Marx orientierte Gesellschaftstheorie bleibt für die Analyse und Kritik von Rassismus aber zentral und ist den bisher entwickelten Alternativen weiterhin überlegen. Trotz der Kritik, die wir in unserem Buch formulieren, besteht daran für mich kein Zweifel.